#GayTravel
Daniel Gilgen

Gut – für die Sonnenverwöhnten wie ich, die das „Glück“ haben in Gran Canaria zu leben ist Schottland wettertechnisch ziemlich weit weg. Doch habe ich schon vor Jahren auf meiner Insel ganz tolle Männer aus Schottland kennengelernt, die ich dann auch im nassen Schmuddelwetter besucht habe. Gerne nehme ich dich in meinem neusten Blog auf eine Entdeckungsreise mit.

Eine Reise nach Schottland liegt ganz klar im Trend. Nach dem immer typen und genialen London ist Schottlands Hauptstadt Edinburgh das beliebteste Reiseziel der Britischen Inseln. Die Stadt hat sich – schön im Schatten von London – in den letzten Jahren diskret und unaufdringlich modernisiert und ist so richtig aufgeblüht. Kein Wunder sind die Schotten stolz auf Ihr Land und ihre Hauptstadt. Schon beim ersten Bummel durch die engen Gassen wird dem Besucher schnell klar – hier gibt es viel zu entdecken und ein Highlight reiht sich an das andere.

Die Stadt ist in zwei Teile gegliedert. Einerseits gibt es den Teil „Old Town“ aus dem Mittelalter mit dem pittoresken Edinburgh Castle und der mit Kopfstein gepflasterten Royal Mile. Hier findest du die vielen traditionellen Pubs und eine Vielzahl von Souvenirläden. Auf der anderen Seite liegt der neue Stadtteil „New Town“. Hier schlägt an der Princess Street jedes Shoppingherz höher. Eine Vielzahl von Kleidergeschäften locken und laden ein.

Die Altstadt

Früher hatte die britische Küche ja einen ziemlich schlechten Ruf. Fettige Burger, Fish and Chips und alles sehr schwer zu verdauen – doch das ist Geschichte. Gerade die schottische Metropole hat sich zu einer trendigen Food City entwickelt – die Küche wurde mit viel Liebe und Einsatz modernisiert. Ein Besuch des klassischen Farmers Market ist ein Erlebnis für alle Sinne. Klar findet man hier nach wie vor die klassischen Hot Sausage Rolls (Blätterteigrollen mit derber Wurstfüllung) aber auch viele Innovationen. Die Füllungen variieren und haben sich dem Trend der Zeit angepasst – wer hatte schon mal einen vegetarischen Hot Sausage oder eine Füllung aus gut gewürzten Auberginen oder Falafel? Ich habe alles probiert, auf Rat meiner schottischen Freunde, und war echt begeistert und überrascht zugleich!

Entdecke die Schönheit der Stadt

Sightseeing und Shopping macht Durst und Hunger. Doch zuerst haben wir uns einen feinen Drink verdient – die Qual der Wahl ist gross. Schottland ist ja das Land der Whiskys und die Schotten sind sehr stolz auf die Vielzahl und die jahrhundertealte Tradition. Junge innovative Gastronomen haben in der stylischen Voodoo Lounge, in die mich meine Freunde mitgenommen haben, eine riesen Auswahl an leckeren Cocktails mit viel Whisky kreiert.

Wer gerne eine Abwechslung hätte und sich auf Meeresfrüchte freut – dem empfehle ich den absoluten Geheimtipp, den ich von Locals erhalten habe. Das White Horse bietet nicht nur eine Vielzahl toller Cocktails, die der italienische Bartender liebevoll mixt, sondern auch die frischesten Austern und lokal gefangene Meeresfrüchte aus britischen Gewässern. Man könnte fast meinen, man sei in einem Tattoo Studio gelandet – sind doch die Kellner wahre Meister im Präsentieren der oftmals sehr farbigen und grossflächigen Kunstwerke. Ein absolutes Must und ein einmaliges Erlebnis – ich habe selten so freundliche und aufgestellte Kellner gesehen – hier wird nicht gearbeitet, sondern eine Leidenschaft ausgelebt.

Die Bewohner von Edinburgh sind alle sehr offen und liberal – kein Wunder leben hier doch viele Ausländer, die die Stadt einmal besucht haben und dann einfach hängengeblieben sind. Dies ist auch gerade für schwule Besucher natürlich ein Argument die Stadt zu entdecken. Zu der jährlich stattfindenden Edinburgh Pride die dieses Jahr am 22. Juni 2019 stattfindet reist eine Vielzahl von Gays aus der ganzen Welt an. Die Pride ist legendär und die Einheimischen und Touristen feiern ein fröhliches Fest der Toleranz und Akzeptanz. Wem das wirklich oftmals garstige Wetter in Schottland – sogar im Hochsommer – dann doch zu viel wird,  dem empfehle ich unbedingt einen Besuch in der schwulen Sauna „Steamworks“. Hier kommt der Besucher den Schottischen Gays schnell näher. Gut, oftmals sind diese zwar sehr schwer zu verstehen, aber wer muss schon reden.

Einen Überblick über die Stadt

Auch das schwule Party- und Nachtleben kann sich durchaus sehen lassen. Viele trendige Clubs und Bars buhlen um den schwulen Besucher. Der rendite Nachtclub – hier geht zu später Stunde so richtig die Post ab – ist CC Blooms. Der älteste und beliebteste Gay Club Schottlands hat sich immer wieder neu erfunden und ist mir der Zeit gegangen. Tagsüber ein stylisches Restaurant mit moderner Küche, tollen Cocktails und einer Wein- und Champagnerliste, die sich durchaus sehen lassen kann. Abends verwandelt sich der Club dann in einen wahren Hexenkessel mit einer Tanzfläche – ein Hotspot der Gayszene – genial.

Ach ja unbedingt besuchen sollte man auch die Regent Bar – mitten im „Pink Triangle“. Gut die Musik ist hier sehr laut – aber ein cooler Ort um sich mit Freunden zu treffen oder neue kennenzulernen.

Hat dich das Fernweh gepackt? Auf unserer Website findest du alle Gay Travel Angebote.

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