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Daniel Gilgen

Madeira – mehr als Cristiano Ronaldo

Madeira steht nicht wirklich zuoberst auf der Liste der begehrtesten Reiseziele für Gays, aber in Funchal zu flanieren hat schon was. Denn vielleicht begegnet man dem von Gay Times Magazine einst zum Sexist Man Alive gekürten Cristiano Ronaldo beim Joggen.

Die Insel bietet aber viel mehr und es lohnt sich wirklich sich Zeit zu nehmen, um diesen kleinen Ort zu entdecken. Dank einer sehr kurzen Landepiste kriegt man bereits beim Landeanflug eine kräftige Prise Adrenalin.

Der schöne Ausblick über Madeira

Madeira liegt im Atlantik, ca. 500 Kilometer von Marokko entfernt. Madeira ist eine Vulkaninsel und der Pico Ruivo ist mit seinen 1862 m ü. M. der höchste Punkt. Der Name Madeira bedeutet Holz, da sie bei der Entdeckung sehr stark bewaldet. Die Hauptstadt Funchal besteht aus einem grossen Hafen, wo auch viele Kreuzfahrtschiffe anlegen, und malerisch verwinkelten Gässchen mit wunderschönen Lokalen. Funchal bietet aber deutlich mehr. Ein Highlight ist der Mercado des Lavradores. Der Markt ist einmalig und es herrscht ein kunterbuntes Durcheinander. Frisch geschnittene Strelitzien, Orchideen, Azaleen, Kamelien und Rosen – eine herrliche Farbenpracht. Die Auswahl an Früchten und Gemüsen zeigt, wie fruchtbar die Insel ist. Es duftet herrlich und total exotisch. Anschliessend sollte der Besucher unbedingt mit der Kabinenseilbahn nach Monte fahren. Aus der Seilbahn hat man einen prächtigen Blick über die Insel Madeira. In Monte angekommen sollte der Besucher sich unbedingt den schönen botanischen Garten anschauen. Zurück nach Funchal geht es zu Fuss. Wer aber das wirklich authentische Madeira erleben will, der sollte unbedingt eine Fahrt mit den „Carro de Cesto“ unternehmen. Dies sind die weltberühmten Korbschlitten und es ist ohne Zweifel eines der rasantesten Verkehrsmittel auf Madeira. So manch einer steigt dann unten mit weissen Nasenspitzen aus den Schlitten.

Der botanische Garten in Monte

Nach dieser rasanten Talfahrt empfehle ich dann eine Weindegustation. Eine der schönsten Orte um dies zu tun, ist die Bodega „Pereira d’Oliveiras”. Dieses über hundertjährige traditionelle Familienunternehmen bietet eine grosse Auswahl an den bekannten Madeiraweinen an. Diese sind entweder süss, halbtrocken oder trocken – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Abends ist es sehr empfehlenswert eine Folklorevorführung anschauen zu gehen. Die Trachten sind sehr bunt und die Musik fröhlich – der Besucher wird zum Mittanzen aufgefordert. Auch kulinarisch wird einiges geboten – besonders lecker sind die Espedatas – riesige auf Holzkohle gegrillte Fleischspiesse.

Die Natur in Madeira ist einfach einmalig und ein wahres Wanderparadies. Die Wege sind in sehr gutem Zustand und die Flora und Fauna begeistern die Besucher jeden Tag aufs Neue. Die Levadas, die Bewässerungssysteme von Madeira, können herrlich erwandert werden. Zum Schluss noch ein absolut heisser Tipp von mir – gönne dir einen romantischen Afternoon Tea im Reids – kitschiger geht nicht!

Einer der schönen Wanderwege

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