#GayTravel
Daniel Gilgen

Geschichten eines Auswanderers…

Seit November wohne ich auf Gran Canaria.

Normalerweise kennt man Gran Canaria als Tourist und kommt für eine oder zwei Wochen auf die Insel. Dann geniesst Man(n) oder Frau die herrlichen Dünen, das tolle Meer und das grenzenlose Nachtleben. Viele Touristen sehen nicht viel mehr als den Strand, das Yumbo Centrum und ihre Bungalowanlage. Dabei würde die Insel doch so viel mehr bieten. Sei es Las Palmas, das mit Barcelona locker mithalten kann, Puerto de Mogan, das Venedig Gran Canarias oder das Gebirge Tejeda oder Fataga – es lohnt sich wirklich, alles zu entdecken.

Ausbilck auf die Gebirge von Gran Canaria

Ich bin nun seit November fix auf der Insel und habe mich gut eingelebt. Wer nun denkt, das Leben hier sei wie, Ferien der liegt komplett falsch. Gut der Vorteil ist, dass es keinen Winter gibt und ich jeden Tag bei angenehmen 25 Grad mein Leben geniessen konnte. Ich war in der ganzen Zeit nur drei Mal am Strand. Gleich nach der Ankunft auf der Insel musste ich mich um vieles kümmern. Anmelden bei der Polizei, auf der Gemeinde, Krankenkasse einrichten und Residencia (Wohnsitz) beantragen. Die Leute, auch auf den Ämtern, sind alle sehr freundlich und hilfsbereit. Wenn man sich etwas Mühe gibt Spanisch zu sprechen, geht alles viel einfacher.

Las Palmas

Es ist extrem spannend sich in den Alltag einzufügen. Da ist zum Beispiel Playa del Ingles, wo man die besten Lokale ausfindig machen muss und wo man am besten einkauft. Will man aber das wirkliche Gran Canaria erleben und sich mit den Einheimischen abgeben dann muss man unbedingt nach San Fernando. Das ist der Nachbarort von Playa del Ingles und mit dem Auto nur ca. 5 Minuten entfernt. Eine kurze Distanz – aber eine komplett andere Welt. Hier herrscht ein Herrliches durcheinander und es hat kaum Touristen. In San Fernando gibt es herrliche Geschäfte und tolle lokale. Ich habe festgestellt, dass die besten Lokale, die sind, wo die Spanier hingehen. Wenn ich Lust auf Tapas habe, dann fahre ich immer nach San Fernando ins La Tapita. Am Wochenende stehen die Leute vor dem Lokal Schlange und warten bis zu einer Stunde, bis sie Einlass bekommen. Die Einheimischen nehmen es hier sehr gelassen und locker.

Strand auf Gran Canaria

Überhaupt mit Stress und Eile kommt man auf Gran Canaria nicht weiter. Ich musste auch lernen, wenn ein Handwerker sagt, dass er um 2Uhr kommt, aber erst um 3Uhr wirklich da ist. Aber man darf sich auch in solchen Situationen nicht aufregen.

Mittlerweile habe ich mich auf der Insel sehr gut zurechtgefunden und fühle mich sehr wohl. Ich hoffe einfach, dass ich demnächst mal wieder an den Strand kann und ich mich wie ein Tourist fühlen kann…

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