#GayTravel
Philipp Bochsler

Keep calm and go to London

Die meisten von euch waren schon mal in London und haben die weltberühmten Sehenswürdigkeiten besucht. Von diesen gibt es schon so viele, dass man nach dem ersten Besuch gerade mal die ganz wichtigen „must-sees“ schafft.

Die meisten von euch waren schon mal in London und haben die weltberühmten Sehenswürdigkeiten besucht. Von diesen gibt es schon so viele, dass man nach dem ersten Besuch gerade mal die ganz wichtigen „must-sees“ schafft.

Auf die unzähligen Ausgangsmöglichkeiten am Abend in den Quartieren Soho und Vauxhall gehe ich dieses Mal nicht näher ein, da diese in den Gay-Magazinen vor Ort bestens beschrieben werden.

Ich war schon über 10 Mal in London und es hat immer noch unzählige Orte und Ecken die ich noch nicht gesehen habe und auf meiner „To-Do-Liste“ stehen.

Daher gebe ich euch gerne ein paar Tipps und Inspirationen für euren nächsten London-Besuch:

Als spannende Lektüre und als Ergänzung zum klassischen Reiseführer empfehle ich das Buch „111 Gründe London zu lieben“ zu lesen. Es beschreibt diverse wenig bekannte aber sehenswerte Orte bei denen man meist der einzige Tourist ist.

Skyline City of London

Skyline City of London

Wer mehr als einmal nach London reist, für den lohnt sich der Kauf einer Oyster Card. Mit dieser kann man, wie bei der Travelcard, alle U-Bahnen und Busse benützen. Statt jedes Mal eine Travelcard zu kaufen, kann man die Oyster Card immer wieder an den Automaten mit seinem Wunschbetrag aufladen (Restbeträge auf der Karte verfallen nicht). Man bezahlt nur die effektiv gefahrenen Strecken, jedoch maximal den Betrag einer Day Travelcard. Es kann sich also nur lohnen…

Wer ausserhalb des Hotels frühstücken oder während des Tages eine Kleinigkeit essen will, dem kann ich die britische Restaurantkette Pret-a-manger (kurz Pret) empfehlen. Sie bieten hauptsächlich gesunden und frischen Fast-Food an. Im Stadtgebiet von London gibt es ca. 120 Restaurants – also an fast jeder Ecke. Alle Sandwiches werden am Tag des Verkaufs frisch zubereitet. Alle Produkte, die am Ende des Tages nicht verkauft worden sind, werden von Tafeln abgeholt und an Bedürftige verteilt. Da mir die Philosophie dieser Firma sympathisch ist und mir dort fast alles schmeckt, bin ich ein regelmässiger Pret-Gast.

Es gibt aber auch kleinere Restaurantketten, die ich immer wieder gerne besuche wie z.B. Wahaca (mexikanisch), itsu (japanisch) und Byron (Hamburger). Die Restaurant-Vielfalt ist in London ist riesig und die Qualität ist vielerorts spürbar besser geworden in den letzten Jahren.

Wer das etwas ausgeflippte London sucht ist im Camden Market bestens aufgehoben. Was früher sogar an der Oxford Street und in Teilen Sohos zu bestaunen war, aber mit den Jahren immer mehr den „normalen“ Läden gewichen ist, ist zwischen den U-Bahn-Stationen Camden Town und Chalk Farm immer noch anzutreffen. Piercing- und Tattooläden, Kleiderläden für jeden Geschmack und eine grosse Auswahl an schrägen und hippen Läden und exotischen Foodständen, die alles Erdenkliche anbieten.

Camden Market

Wenn man sich von der City of London mit seinen Wolkenkratzern dem East End nähert könnte der Unterschied nicht grösser sein. Von jetzt auf gleich ändern sich das Strassenbild und die Leute auf der Strasse. Immer wieder faszinierend sind daher die Märkte in East London. Es sind dies unter anderem der Spitalfields Market (täglich), der Brick Lane Market und der Columbia Flower Market (beide sonntags).

Im äussersten Westen der Stadt ist der Hampton Court Palace. Es ist der grösste Palast aus der Tudorzeit in Grossbritannien und sehr sehenswert.

Hampton Court Palace

Hampton Court Palace

Auch im Südwesten befindet sich der Kew Garden. „The Royal Botanic Gardens in Kew“ beherbergen eine der umfangreichsten botanischen Sammlungen der Welt (ca. 40‘000 Pflanzenarten). Dieser ist am Ufer der Themse gelegen und ist so weitläufig, dass man sich nicht mehr in einer Grossstadt fühlt.

Südlich der Themse gibt es mittlerweile sehr viel zu entdecken. Allen voran das neueste Wahrzeichen der Stadt: The Shard. Es ist der höchste Wolkenkratzer Westeuropas. Bei guten Wetter hat man von der Aussichtsplattform im 68. Stock eine atemberaubende Rundumsicht. Um lange Wartezeiten zu vermeiden unbedingt im Internet die Tickets besorgen (gewünschtes Zeitfenster buchen).

The Shard

The Shard

Direkt daneben befindet sich der Borough Market (Mittwoch bis Sonntag). Dieser liegt unter den Gleisen der London Bridge Station und bietet eine Fülle an Lebensmitteln und Imbissständen. Obwohl meistens ein dichtes Gedränge herrscht gehe ich immer wieder gerne hin und lass die geschäftige Atmosphäre auf mich wirken.

Erst seit wenigen Monaten ist der Sky Garden geöffnet. Im Walkie-Talkie genannten Hochhaus an der 20 Fenchurch Street befindet sich in den obersten 3 Etagen Londons höchster öffentlicher Park (Botanischer Garten). Der Zutritt ist gratis, man muss sich lediglich vorab über deren Internetseite registrieren in dem man Wunschdatum und –zeit auswählt.

Nach den olympischen Spielen 2012 wurde das Gelände teilweise rückgebaut und in den Queen Elizabeth Olympic Park verwandelt. Dort draussen im Nordosten ist es meistens ziemlich ruhig, denn das Gebiet scheint für die meisten Touristen zu weit ausserhalb des Zentrums zu sein.

Was jedoch den einen oder anderen Tourist ermutigt das Stadtzentrum zu verlassen ist die gleich daneben liegende Shopping Mall Westfield Stratford City. Wem nach Shopping zumute ist, kann gemütlich durch Europas grösstes Shoppingcenter schlendern (mehrere hundert Shops).

Und wo soll man übernachten? Wir bieten eine Riesenauswahl bei der jeder ein passendes Hotel für sich findet. Ich würde speziell in London ein Hotel wählen, das über mindestens 3 Sterne verfügt. Hier zwei Vorschläge von mir:

  •  London Lodge ***: ein hübsches kleines und charmantes Hotel im Westen Londons

 

London Lodge Hotel

London Lodge Hotel

Plaza on the River

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    2 Kommentare

  1. Martin, 27. August 2015

    Interessanter Bericht.
    Gehe jährlich 1-2 mal in diese wirklich tolle Stadt.
    Auch nach vielen Jahren kann man immer wieder Neues und Interessantes entdecken.
    London bietet jedem etwas – viel Kultur, Shopping, Natur etc.
    Kew Garden ist wirklich eine Reise wert, wahnsinnig interessant.
    Oder auch einmal im Leben die Chelsea Flower Show besuchen- habe vorher noch nie so etwas Exklusives gesehen. Tickets unbedingt frühzeitig organisieren. Während der “Show” kommt man fast nicht mehr zu Tickets da eigentlich immer ausverkauft.
    Finde immer wieder coole Kleiderläden in dieser umwerfenden Stad. Zum Beispiel Metal Rooster in Camden Market.
    Am besten man besucht die Stadt selber einmal, man wird sich in London verlieben da überdurchschnittlich viel geboten wird. Man wird sicherlich immer wieder den Weg auf die Insel und in die Hauptstadt finden, jeder wird seine Lieblings-Orte finden…
    Freue mich jetzt schon auf den nächsten Besuch, kann es kaum erwarten bis es wieder so weit ist :-)

    • Philipp Bochsler
      Philipp Bochsler, 27. August 2015

      Lieber Martin,

      Danke für deinen Kommentar. Die Chelsea Flower Show ist wirklich einmalig – auch der Camden Market ist in der Tat sehr unterhaltsam und immer einen Besuch wert. Kennst du das Quartier Shoreditch? Dieses grenzt direkt an die geschäftige „City of London“ und entwickelt sich je länger je mehr zum Trendquartier, hat aber noch immer seinen ganz eigenen Charme. Mir gefallen auch die Stadtteile ausserhalb des Stadtkerns, die bieten auch den London-Kennern noch einiges. Hast du deine nächste Reise denn schon geplant? Liebe Grüsse Philipp