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Katja Leemann

Entdeckt eine neue Stadt über Ostern

Ostern ist perfekt, um einen Städtetrip zu machen, aber wohin soll’s denn gehen? Meine 3 Tipps: Athen, Venedig und Amsterdam.

Ostern ist perfekt, um einen Städtetrip zu machen, aber wohin soll’s denn gehen? Hier meine 3 Tipps:

Athen

Jedes Jahr zur Osterzeit bereitet sich das „Land des Lichts“ auf die kommende Saison vor. Die Häuser werden geweisselt, Fensterläden – blau – aufgefrischt und auf den Inseln, die kleinen Gassen mit weisser Farbe nachgezogen. Die Osterwoche ist das grösste Fest des Jahres und dauert – wie der Name schon sagt – gleich wie in Spanien die Semana Santa, 1 Woche.

Da die Griechen, bzw. die Orthodoxen in Griechenland nach dem gregorianischen Kalender „leben“ (und nicht nach dem Julianischen), feiern die meisten anderen Europäer zu verschobenen Daten das Osterfest. Dieses Jahr findet die Osterwoche in Griechenland eine Woche nach den Ostern in der Schweiz (u.a. Ländern) statt.

Warum also nicht nutzen, dass bei unseren Freitagen wie Karfreitag und Ostermontag in Griechenland alles offen ist und für 4 Tage nach Athen jetten?

Athen ist immer wieder eine kleine Reise wert, auch wenn sich im Moment der Staat nicht einig ist, wie es weitergehen soll mit der EU, so scheint die Sonne trotzdem, der Himmel ist blau, die Cafés sind offen und haben draussen gestuhlt und das Leben ist einfach nur schön… Sind wir mal ehrlich, wem gefällt es nicht Anfang April in einer kleinen Seitenstrasse der Plaka oder dem Monastiraki (Altstadt) am Abend draussen zu sitzen und die doch schon milde Luft mit einigen Mezedes (Vorspeisen) und einem guten Schluck Wein zu geniessen.

Mein Trip nach Athen führt mich immer mindestens 1x auf die Akropolis hinauf, auf einen Café Frappé im Kolonaki (schickes Edelviertel in Zentrumsnähe), Leute und ihre Mode gucken und zum essen gehe ich in die alte Taverne Avissinia (seit 1986) (Monastiraki), wo ich im Rooftop mit gigantischem Blick auf die beleuchtete Akropolis den Tag abschliesse.

Das Wahrzeichen von Athen – die Akropolis

Das Wahrzeichen von Athen – die Akropolis

 

Wenn ich mehr Zeit habe, fahre ich in die Glyfada (ebenfalls Edelquartier, jedoch am Meer) „schnuppere“ ein wenig in den Schaufenstern und nehme vielleicht meinen ersten Prosecco des Tages im „Baron“, wo sich zu fortgeschrittener Stunde (am Wochenende auch schon tagsüber) die schönen und reichen der Stadt tummeln. :)

Mein Hoteltipp: Hotel Fresh, Designhotel mitten in der Altstadt.

Sehr stylisch – ein Zimmer im Hotel Fresh

Sehr stylisch – ein Zimmer im Hotel Fresh

 

Amsterdam

Grachten, Boote, schmucke Gassen, gute Restaurants (vor allem die asiatische Küche), Blumenmärkte und ein Mekka für Fahrradfahrer, das ist Amsterdam. Viele Geschäfte haben auch Sonntags in Amsterdam geöffnet, weshalb keiner, selbst an Ostern auf Shopping verzichten muss.

Einer der vielen Grachten in Amsterdam

Einer der vielen Grachten in Amsterdam

Gerade an Ostern bietet Amsterdam viel Abwechslung. Sei es ein Besuch des Königlichen Zoos, wo es gerade zu Ostern besondere Aktivitäten gibt oder einen der vielen Wochenendmärkte besuchen. Ob zum Albert Cuyp-Markt oder dem Dapper-Markt, diese finden auch am Karfreitag und am Ostersamstag statt. Auch ein Museumsbesuch oder eine Fahrradtour durch die wirklich hübsche Stadt lohnt sich natürlich ebenfalls.

Besonders gerne isst man in Holland zu Ostern den Osterstollen (eine Art Christstollen mit Mandelfüllung) und Eier und Lamm. Ganz speziell ist am Ostersonntag und Ostermontag eine Rundfahrt mit dem Pfannkuchenboot (Pannenkoekenboot) zu machen. Dabei kann man so viel Pfannkuchen und andere Oster-Leckereien essen, wie man mag. Vielerorts in der Stadt gibt es am Osterwochenende spezielle Osterbrunchs und Abendessen für jeden Geschmack und jedes Budget.

In einigen schicken Hotels konnte man bislang jedes Jahr zu festlichen Osterbrunchs gehen. Am besten sich vorher erkundigen wo und wann diese stattfinden. Ich persönlich finde, dass Amsterdam eine Stadt ist, die immer mal wieder einen Besuch wert ist.

Venedig

Venedig ist eigentlich zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Die Stadt hat Kultstatus, wenn nicht schon seitdem einige Filme gedreht wurden wie z. Bsp. „The Tourist“ mit Angelina Jolie und Johnny Depp oder „Honig im Kopf“ (Filmtipp Januar 2015), das neuste Baby von Til Schweiger mit seiner Tochter in einer der Hauptrollen, so doch spätestens seit der geheimnisumrankten Hochzeit von George Clooney mit Amal Alamuddin. Immer wieder dient Venedig als Kulisse für Filme, Serien, Partys etc.

Venedig ist aber auch schön. Auch wenn man schon x-Mal in Venedig war, so gibt es immer wieder Quartiere, Ecken die man nicht kennt. Wer sich weiter wagt als der 0815-Tourist, der sich meist zwischen dem Markusplatz und der Rialto-Brücke bewegt und sich ins Viertel Cannaregio begibt, der wird mit Begeisterung auf viel weniger Rummel stossen und sich vielleicht (endlich) auf die Bacaro’s (eine Art venezianische Tappas-Bar) der Einheimischen achten. Die meist sehr kleinen Lokale, mit vielleicht 4-5 Stühlen, noch 1-2 Stehtischen und jeder Menge kulinarischen Köstlichkeiten und unzähligen Weinen, laden zum entspannen ein. Vielleicht auch den ersten Ombra (Schatten=so nennt der Venezianer seinen Apéritif) des Tages zu sich nehmen. Zu den – hauptsächlich – hausgemachten kleinen Häppchen kann man verschiedene Weine probieren, auch wenn man nicht sicher ist, welcher einem schmeckt, es kann probiert werden.

Der Markusplatz in Venedig

Der Markusplatz in Venedig

Das legendäre Teatro La Fenice, welches seit seinem letzten Brand im Jahre 1996 (es brannte bereits im 1774 und 1836 komplett nieder) im Jahr 2003 seine Tore wieder geöffnet hat, kann zwar nicht für eine Oper besucht werden, da der Spielplan erst im Mai beginnt. So ist das geschichtsträchtige Opernhaus doch allemal einen Besuch wert, um auch zu sehen, wo denn nun die Werke von Verdi, Rossini und Bellini aufgeführt wurden. Sehr interessant und wunderschön.

Auch wenn Italien als katholisches Land den Ostersonntag und Ostermontag feiert und sicherlich einiges geschlossen sein wird, so lebt Venedig insbesondere vom Tourismus und es werden mit Sicherheit einige Läden zum shoppen offen haben.

Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken: Museen ohne Ende, z.Bsp. das Peggy Guggenheim-Museum, eine Vaporetto-Fahrt auf dem Canale Grande mit einem anschliessenden Martini auf der Piazza San Marco (ein „must“ für Venedig) vielleicht im Caffé Florian, den Besuch des Dogenpalastes, eine Ombra in einem Baccaro und und und

Ich würde gleich wieder hin…

 

Aussicht auf die Basilica Santa Maria

Aussicht auf die Basilica Santa Maria

 

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