#GayTravel
Ybor City
Daniel Gilgen

Ybor City, das Unbekannte

Europäische Gay Touristen, die nach Florida reisen besuchen grösstenteils Miami, Fort Lauderdale oder Key West. Das historische Stadtviertel von Tampa ist bei Touristen aus der Schweiz, trotz des Edelweiss Direktfluges, noch weitgehend unbekannt. In vielen LGBT Reisereportagen werden St. Petersburg und Clearwater als gay friendly angepriesen, obwohl sie im ultrakonservativen Nord Florida liegen. Die meisten Touristen erkunden kaum die Umgebung aus Angst vor Übergriffen. Gleich auf der anderen Seite von Tampa Bay liegt das trendige historische Stadtviertel Ybor City. Dieser Stadtteil ist eines der grossen Schwulenmekkas der USA, welches hauptsächlich von Gays aus der USA und Kanada besucht wird, in Europa aber noch völlig ein weisser Fleck auf der Landkarte ist.

Europäische Gay Touristen, die nach Florida reisen besuchen grösstenteils Miami, Fort Lauderdale oder Key West. Das historische Stadtviertel von Tampa ist bei Touristen aus der Schweiz, trotz des Edelweiss Direktfluges, noch weitgehend unbekannt. In vielen LGBT Reisereportagen werden St. Petersburg und Clearwater als gay friendly angepriesen, obwohl sie im ultrakonservativen Nord Florida liegen. Die meisten Touristen erkunden kaum die Umgebung aus Angst vor Übergriffen. Gleich auf der anderen Seite von Tampa Bay liegt das trendige historische Stadtviertel Ybor City. Dieser Stadtteil ist eines der grossen Schwulenmekkas der USA, welches hauptsächlich von Gays aus der USA und Kanada besucht wird, in Europa aber noch völlig ein weisser Fleck auf der Landkarte ist.

Tampa ist eine US-Metropole mit modernen Gebäuden und Bauwerken. Das pittoreske Ybor City, ein Stadtteil von Tempa, mit seinen alten roten Backsteingebäuden und Stahlbalkonen erinnert den Besucher an New Orleans. Die Stadt wurde in den 1880er Jahren von Vicente Martines Ybor gegründet. Er holte tausende Arbeiter aus der ganzen Welt in die Stadt um sie in seinen Zigarrenfabriken zu beschäftigen. Es entwickelte sich ein reges soziales Leben. Nach dem zweiten Weltkrieg verfielen die Fabriken und Clubhäuser zusehends. Das Zigarrenbusiness landete in der Rezession und verlor zusehends an Bedeutung. Anstelle der Fabriken machte sich das Rotlicht Millieu breit, zahlreiche Stripclubs für Heteros öffneten die Türen und Tampa wurde zum Zentrum des Lap Dancing. Irgendwann fingen auch Männer an für Frauen zu strippen. Der Channing Tatum Film „Magic Mike“ spielt in Ybor City. Die Aussenaufnahmen entstanden in der legendären 7th Avenue. Nach kurzer Zeit wurde die Stadt immer weniger besucht und wegen den schwarzen Gangs stieg die Kriminalität an und es wurde gefährlich sich frei in der Stadt zu bewegen. Die Clubs schlossen und die Stripper und Lap Dancer suchten eine neue Heimat, die sie an der Interstate Autobahn No. 4 dann auch fanden.

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Die Stadt lag lange im Dornröschenschlaf, bis 2008 zwei schwule Geschäftsfreunde aus St. Petersburg die Stadt zu neuem Leben erweckten. Warum nicht das verlassen und vergessene Ybor City zu einem Schwulenmekka machen und umzutaufen? Der Name GaYBOR war schnell gefunden. Die beiden Investoren hatten bereits ein Geschäft in St. Petersburg im Suncoast Resort. Sie wollten expandieren und das schwule Leben in ihren Wohnort Tampa bringen. Es gab zu dieser Zeit keine schwule Szene in Tampa und wer ausgehen wollte musste immer über die Brücke nach St. Petersburg fahren. Das legendäre Suncoast Resort wurde 2007 geschlossen und der neue Besitzer war alles anders als gay friendly. Somit lag die Szene im argen. Als die beiden dann schliesslich in Ybor ankamen gab es in der 7th Avenue über vierzig leerstehende Ladenlokale. Auch in den Seitenstrassen war alles leer und heruntergekommen. Sie waren sofort von der Idee Feuer und Flamme hier etwas neues aufzubauen. Die noch verbliebenen Läden für Heteros liefen schlecht und verloren viel Geld. Viele der Immobilien Besitzer hörten auf zu investieren und kauften lieber etwas neues in der aufstrebenden Gegend Channel Side. Viele Betriebe gaben auf und die Bedeutung von Ybor als „Sündenpfuhl“ wurde immer kleiner. Die Gangs machten die Nachbarschaft unsicher. Die wenigen, die noch hierblieben lebten aber friedlich nebeneinander und beobachteten die neuen Bewohner Carrie und Mark mit Argusaugen. Die beiden hatten bald ein sehr gutes Verhältnis zu den Nachbarn und sie berichten schmunzelnd über die zahlreichen Begegnungen.

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Wann ist die beste Zeit das Mekka Ybor City zu besuchen? Im August und September ist es extrem heiss und auch die Regensaison sollte man unbedingt vermeiden. Die beste Zeit ist von November bis März. Rundum die Stadt gibt es zahlreiche tolle Strände. Unbedingt besuchen sollte man auch den Freizeitpark „Bush Gardens“, welcher für die legendären Gay Days bekannt ist. Mouse Town (Disney World) ist locker mit dem Auto in einer Stunde erreichbar. Das weltberühmte Ringling Kunstmuseum in Sarasota ist auch ein Besuch Wert. In Tampa legen auch immer wieder Cruise Ships an. Viele der Besatzungsmitglieder sind schwul und lassen es in Ybor so richtig krachen. Ein Highlight sind die Gay Paraden und der absolute Höhepunkt ist die schwule St. Patrick Days Parade im März, wo die Stadt so richtig überrannt wird. Wer es gerne etwas ruhiger mag, der sollte unbedingt eines der ruhigen Wochenende zwischendurch auswählen. Haben wir Euch Lust auf Ybor gemacht? Gerne reservieren wir Euch einen bequemen Edelweiss Direktflug nach Tampa und eine gay friendly Unterkunft. Auf Bald in Ybor!

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