#GayTravel
Katja Leemann

„Athen – meine Stadt“

Zwischen mir und Athen besteht definitiv eine Hassliebe. Ich kenne diese Stadt seit über 40 Jahren und im Laufe der Zeit hat sich natürlich auch das Verhältnis zu „Ihr“ immer mal wieder verändert. Für mich ist Athen die „unterschätzte Schöne“, sie zeigt ihr wahres Gesicht erst im Laufe des Abends und der Nacht und bestimmt nicht offensichtlich, sondern in den Gassen und Strassen, abseits von den gängigen Tourismuspfaden, weg vom Syntagma-Platz und der Akropolis.

Zwischen mir und Athen besteht definitiv eine Hassliebe. Ich kenne diese Stadt seit über 40 Jahren und im Laufe der Zeit hat sich natürlich auch das Verhältnis zu „ihr“ immer mal wieder verändert.

athen

Für mich ist Athen die „unterschätzte Schöne“, sie zeigt ihr wahres Gesicht erst im Laufe des Abends und der Nacht und bestimmt nicht offensichtlich, sondern in den Gassen und Strassen, abseits von den gängigen Tourismuspfaden, weg vom Syntagma-Platz und der Akropolis.

Athen

Auch wenn ich ein Fan des „Dorfes am Fusse der Akropolis“ bin, sprich in der Altstadt, dem Monastiraki mit dem Flohmarkt und weiter zum Thissio (dem alten Marktplatz), dahinter die kleinen weissen Gassen, mit Cafés, Tavernen, wo Abends Bouzouki-Klänge die Umgebung erfüllen, dort wo sich eigentlich selten ein Tourist hin verirrt, weil er meint „…hier ist eh fertig…“, so, gefallen mir die Seitenstrassen in Richtung Omonia-Platz (auch wenn heut zu tage ein wenig gefährlich), bzw. dahinter Richtung Markthallen viel besser.

Das Ausgeh-Quartier ist heute das Psirri (nähe Monastiraki-Platz) , dort kann man von Abends 19.00h bis morgens um 06.00h feiern, clubben und was einem sonst noch einfällt. Eine Bar reiht sich hier an die andere. Auch Restaurants sorgen – vorgängig – für das leibliche Wohl.

Athen

Insider-Tipp: Noch heute können sich die Nachtschwärmer, die doch noch nicht ins Bett möchten, ab etwa 02.00h morgens in den Markthallen verköstigen lassen. Es ist ein interessantes Gemisch an Paradiesvögeln, hauptsächlich Griechen, die vor dem Nachhausegehen noch etwas essen. Achtung: das Essen – hauptsächlich Fleisch – entspricht nicht immer unserem mittel-europäischen Gaumen :-) Egal, nur schon um zu sitzen und schauen ist es einen Besuch wert. Mir gefällts gut.

Es gibt einige sehr gute Restaurants in der Gegend, zum Beispiel das „Avissinia“, in einer Seitenstrasse des Monastiraki-Flohmarktes, auf 3 Stockwerken, mit einem Roof Garden zuoberst, wird nicht nur der Gaumen, sondern auch das Auge mit einem gewaltigen Blick auf die beleuchtete Akropolis verwöhnt. Das Essen ist richtig gutes, griechisches Essen wie es früher (auch heute noch) im ehemaligen Konstantinopel, sprich im heutigen Istanbul gekocht wurde. Mmmh…

Athen

Wer gut shoppen möchte geht am Besten in die Ermou-Street, Fussgängerzone, die unterhalb des Syntagma-Platzes beginnt. Ausdehnen kann man das Shopping-Gebiet gut gegen Norden im Quartier Kolonaki, noch immer das high level-Boutiquen-Viertel, wo sich heute noch die – vermeintlich – schönen und reichen tummeln. Einkaufen in Athen ist der Hammer. Die Preise, Modelle, meistens uns voraus, sowie die Fülle an Marken und Geschäften sind überwältigend. Unbedingt beim nach Hause fliegen Tax-Free-Shopping am Flughafen machen und Geld zurück holen!

Athen hat eine gut entwickelte Gay-Szene, die sich jedoch hauptsächlich im Hintergrund abspielt. Griechen und Homosexualität ist nicht immer einfach, auch wenn wir spätestens seit Sappho und Mykonos wissen, was Griechenland und Gay verbindet.

Am besten informiert man sich vorgängig im Internet, auch welcher Club, wo gerade in ist.

Grundsätzlich gilt für den Ausgang: was heute in ist, kann morgen total out sein. Darum Infos vorher einholen.

Athen hat sogar einen CSD, der im vergangenen Jahr im Mai stattgefunden hat. Ob dieser im 2014 wieder statt findet, ist leider zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar. Warten wir ab.

Was die Lage im Moment – vor allem – in Athen betrifft, so, kann man sich gut bewegen, ohne Angst zu haben, aber es wäre gelogen, wenn man nicht erwähnen würde, dass es viele Hungernde gibt und somit auch Bettler. Die Zigeuner waren schon immer da, einfach vorsichtig sein. Die Bettler können einem auch mal anfassen, werden grundsätzlich aber nicht handgreiflich, wogegen die Zigeuner sehr dreist sind.

Athen

Ich bin vor 3 Wochen, von meinem letzten Athen-Besuch nach Hause gekommen und habe dort oft einem Bettler etwas zu essen gekauft, statt Geld gegeben.

Wer immer nach Athen reist, wird hoffentlich wie ich die versteckte Schönheit dieser Stadt mit all Ihren Menschen, Gerüchen, der Geschichte und vielem mehr erkennen und lieben lernen.

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