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Interview im Cruise Edition mit Markus Uebelhart zum Thema Gay Travel

Mann und Frau wollen 2013 ungezwungene Ferien. Ab und zu will man nur unter seinesgleichen sein, immer mehr sind aber auch einfach «gayfriendly-Hotels» gefragt. Markus Uebelhart, Filialleiter Hotelplan Glattzentrum informiert über die Reisewünsche von Schwulen und Lesben.

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Markus Uebelhart, Filialleiter Hotelplan Glattzentrum

Mann und Frau wollen 2013 ungezwungene Ferien. Ab und zu will man nur unter seinesgleichen sein, immer mehr sind aber auch einfach «gayfriendly-Hotels» gefragt. Markus Uebelhart, Filialleiter Hotelplan Glattzentrum informiert über die Reisewünsche von Schwulen und Lesben.

Anbieter sprechen von «Gay-Anlagen» – was muss man sich darunter vorstellen?

Es gibt die Unterscheidung von «gay-only» und «gay-friendly»: Bei «gay-only» hat man die Gewähr, dass wirklich nur Schwule oder Lesben in den Anlagen sind. Dementsprechend offen und teilweise wild geht es dort natürlich auch zu und her. Bei den «gay-friendly»-Anlagen handelt es sich eigentlich um «normale» Hotels, welche aber entweder auf dem schwulen Reisemarkt sehr bekannt und beliebt sind, oder welche von sich aus unkompliziert mit den Wünschen der schwulen Kundschaft umgehen. Es gibt ohne Probleme beispielsweise ein Grandlit für zwei Männer oder zwei Frauen, allenfalls werden auch einschlägige Filme auf den «Pay Channels» im Fernsehen angeboten usw. Trotzdem ist es aber so, dass sich dort primär Heteros aufhalten und das Hotel nicht kontrollieren kann, wie die sich gegenüber der Community verhalten.

Gibt es denn überhaupt noch gayunfriendly-Hotels?

Wir würden eher Destinationen als «gay-unfriendly» bezeichnen als einzelne Hotels.

Sind Gay-Reisen teurer als normale Reisen?

Nein, warum sollten sie auch? Es wird genauso eine Leistung (Flug, Hotel, Kreuzfahrt, etc.) gebucht wie von Heteros, und sie wird preislich nach dem Standard angeboten, die sie hat. Man findet von einfachen und günstigen Unterkünften bis zu luxuriösen und teuren Hotels alles auf dem Markt.

Was sind die neusten Reise-Trends?

Die Reise-Trends haben sich in den letzten Jahren nicht markant verändert: Die Renner für Badeferien bleiben Mykonos, Ibiza, Gran Canaria, Sitges und Miami. Bei den Städtereisen sind weiterhin Barcelona, Amsterdam, Berlin und New York sehr stark gefragt. Vor allem Tel Aviv holt auf und ist unter Gays sehr trendy. Immer stärker nachgefragt werden auch die Gay-Cruises.

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Wohin reisen Gays im Moment am liebsten?

Nun kommt wieder der Sommer, und da bleiben die meisten gerne in der Nähe. Die Plätze für Mykonos und Ibiza werden schon langsam knapp. Das sind nuii schon lange die «Klassiker» des Sommers. Sicher auch darum, weil die beiden Destinationen die schwulen Bedürfnisse mit schönen Bars und Restaurants, trendigen Läden, tollen Stränden und mit einem guten Nachtleben perfekt abdecken.

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Was sind Deine persönlichen Favoriten?

Meine persönlichen Favoriten sind Miami (im Winter) und als Städte-Reise-Destinationen New York und Barcelona. Mein absolutes persönliches Highlight sind immer wieder die Malediven. Da sollte man aber schon eher als Paar hin, da man alleine kaum Anschluss finden wird.

Was empfiehlt sich in diesem Jahr für den erlesenen Geschmack?

Wie bereits erwähnt ist Tel Aviv stark am Kommen. Schöne Strände, viele schöne Männer und ein gutes Nachtleben ziehen hier immer mehr Touristen an. Wir stellen fest, dass nicht mehr unbedingt nur die einschlägigen Ziele gesucht werden, sondern dass man in Ruhe irgendwo Ferien machen möchte, wo man keine Probleme mit der Umgebung bekommt. Da ist eigentlich – bis auf wenige Ausnahmen – in der Zwischenzeit die ganze Reisewelt offen.

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Wozu braucht man 2013 überhaupt noch Gayreisen?

Es gibt immer mehr Schwule, die nicht mehr in die so genannten «Schwulen-Ghettos» wollen, sondern sich unter andere Gäste mischen möchten. Aber wie die stark zunehmende Nachfrage nach Gay-Cruises zeigt, gibt es auch immer mehr Kunden, die zwischendurch einfach einmal ungezwungene Ferien unter ihresgleichen machen möchten. Wichtig ist jedoch, dass alle Bedürfnisse abgedeckt werden können und jeder das findet, was er/sie sucht.

Ist denn gay drin, wo gay draufsteht oder ist das nur eine Verkaufsmasche?

Bei Hotelplan ist definitiv gay drin, wo gay drauf steht. Wir sind im Moment fünf Reiseberater, die selber schwul oder lesbisch sind und wissen, wovon wir sprechen. Wir haben vor sechs Jahren «Hotelplan Gay Travel» lanciert und in den letzten Jahren immer weiter ausgebaut.
Vor allem unser Launch auf Facebook ist sehr erfolgreich und erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit. www.facebook.com/hotelplangaytravel

Über diese Plattform kann man die Hotelplan Gay Travel-Spezialisten einfach erreichen. Ziel der Plattform ist es auch, ein Portal zu bieten, bei dem sich Schwule und Lesben über Ferien austauschen und sich gegenseitig auch Tipps geben können.

Quelle: Cruiser Edition 26.4.2013
 
 

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